Ein Spitzmaulnashorn an einem Wasserloch. Seit rund 17 Millionen Jahren lebt diese Tierart in Afrika. Spitzmaulnashörner zeichnet im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Breitmaulnashörnern, ihre bewegliche, "spitze" Oberlippe aus. Sie hilft ihnen dabei, besonders leckere Gräser, Blätter und Äste abzupfen. Außerdem lieben sie es, sich im Schlamm zu suhlen. Auf die Weise reinigen sie ihre Haut von Parasiten und schützen sie vor der Sonne. Das Bad im Matsch ist auch ein großartiges Mittel, um sich in der afrikanischen Hitze abzukühlen. Die Tiere gelten als sehr neugierig. Sie erkunden ihre Umgebungen und andere Lebewesen genau. Auch für Fahrzeuge mit Menschen darin, z.B. auf Safaris, interessieren sich Spitzmaulnashörner äufig. Auf der anderen Seite scheint zum Wesen der eindrucksvollen Dickhäuter eine besondere Schreckhaftigkeit zu gehören. Leicht fühlen sie sich bedroht und gehen dann zum Angriff über. Spitzmaulnashörner gelten dabei als noch angriffslustiger als andere Nashornarten. Durch die unerbittliche Jagd des Menschen nach ihrem Horn sind Spitzmaulnashörner extrem vom Aussterben bedroht. Einige ihrer Unterarten sind bereits von der Erde verschwunden. Die letzten noch frei lebenden Spitzmaulnashörner monitoren Artenschützer intensiv und beschützen sie, wenn nötig, unter Einsatz von Waffengewalt. Aus Zoos rund um den Globus werden sie selbst über Kontinente hinweg in ihre ursprüngliche Heimat Afrika geflogen, um die dort winzigen Bestände zu verstärken. Im Video-Archiv findet ihr Nashornmann Eric aus dem San Diego Safari Park auf seiner Reise von Kalifornien nach Grumeti in Tansania.