Streckt seine Zunge raus. Ob das Tier sie nutzt, um einen Geruch herauszufinden — in der Fachsprache nennt man es flehmen — oder einfach nur eine entspannte Bewegung ausführt, ist nicht klar. Wie ihr Name andeutet, leben die Tiere ausschließlich auf der indonesischen Halbinsel Sumatra und sind durch Rodung und illegale Jagd stark vom Aussterben bedroht. Wissenschaftler schätzen die aktuelle Anzahl der Sumatra-Tiger (Stand Okt. 2026) auf nicht mehr als rund 400 Tiere; und zusammen mit ihrem nahen Verwandten, dem Sibirischen Tiger, auf rund 1.200 Tiere. Zum Vergleich: Vor hundert Jahren lebten noch rund 100.000 Tiere frei in Asiens Wildnis. Auf dem Kontinent leben zudem rund 9.000 Tiger in brutaler Gefangenschaft auf sogenannten Tigerfarmen — für Traditionelle Medizin oder Konsumgüter wie Tigerknochenwein. Selbst Tigerfleisch gilt in einigen Regionen als Delikatesse. Am grausamsten ist die Herstellung von sogenanntem rosa Tigerknochen für Schmuck. Der Film The Tiger Mafia von Karl Ammann, der viele Jahre lang die grausame Praxis und ihre Strukturen in Asien recherchiert hat, ist ein sehenswertes Zeugnis darüber.